Jimmy fotografiert im Yellowstone Park und hat mir das Foto zur Verfügung gestellt. Wolfwatcher! But who is the

                                            watcher? Grandioses Foto einer Wölfin, die die Wolfsbeobachter beobachtet.

Leider müssen wir Wolfshundbesitzer uns immer wieder anhören, dass es doch nicht ginge, dass wir quasi Wildtiere halten würden. Solche Aussagen basieren auf der Unkenntnis dieser Menschen. Aber auch anerkannte Caniden Leute wie Ray Coppinger tragen mit Sprüchen dazu bei wie: "Kennst du einen Wolf, kennst du alle Wölfe." Dabei schätze ich die Gedanken von Coppinger, wie der Wolf zum Hund wurde und sehe es eigentlich ähnlich, dass nämlich die Wölfe, die keine Scheu oder besser Vorsicht zeigten und sich den Menschen annäherten, um dann mit ihm zusammen zu leben, zum Hund evolutionierten. Nur wie unter der Wolfshundseite ausgeführt, braucht es nicht zehntausende, tausende, hunderte oder viele Jahre, damit aus einem Wolf ein Hund wird sondern bei selektiver Zucht nur 3 Generationen mithin 4 - 5 Jahre.

Coppinger hätte von daher schon erkennen können, dass eben nicht jeder Wolf gleich ist, denn es gibt ja auch noch die scheuen Wölfe, die im Zweifel länger überleben, weil sie vorsichtiger sind und sich sicherheitshalber zurückziehen oder keine Risiken eingehen. Dazu hat bereits 1907 Hermann Hesse einen erschreckend aber wohl zutreffenden Aufsatz geschrieben, Der Wolf , der sehr gut darstellt, warum Wölfe sich scheu entwickelt haben wegen dem Jagddruck. Denn wenn sich nur vorsichtige Wölfe fortpflanzen, wird der Nachwuchs überwiegend ebenso vorsichtig. Denn (junge) Wölfe lernen durch abschauen von ihren Eltern. Das sichert den Artenerhalt der Wölfe. Gut 250.000 Wölfe weltweit belegen es. 

Der beste Platz auf der Welt, um Wölfe zu beobachten, ist der Yellowstone Nationalpark. Dave Mech hat so schön gesagt, im Yellowstone Park kann man in einem Jahr soviel über Wölfe lernen, wofür man sonst 10 Jahre benötigt. Das legendärste Wolfspaar waren Wolf M 21 mit seiner Gefährtin M 42. M 21 hat zu Spitzenzeiten eines der größten Rudel überhaupt angeführt mit 37 Wölfen in 2002. Er hat für einen Wolf in freier Wildbahn noch ein biblisches Alter von 9 Jahren erreicht und ist 2004 verstorben. Wunderbar sind die Filmsequenzen von Bob Landis, wo er zeigt, dass der "Chef" natürlich auch mal zu seiner Tochter geht, um sie zurück zu holen. Das ist bei den meisten Hundetrainern bekanntlich verpönt; der Halter soll nicht hinter seinem Hund hergehen... M 21 belehrt uns eines besseren. Bitte klickt auf das geniale Foto von M 42 mit ihrem "Gatten" M 21 im Schlepptau, dann seht ihr auch seinen würdigen Nachfolger M 302, der das Druid Rudel bis 2009 anführte und ebenfalls mit 9 Jahren verstarb. Durschnittlich werden Wölfe im Yellowstone Park gerade mal 4 Jahre alt und erreichen dabei gerade ihre vollständige Geschlechtsreife.

                   

                                        Yellowstone National Park: female M 42 and male M 21, leader of the Druid Peak Pack

Ähnlich wie der russische Biologe und Wolfsforscher Andrei Poyarkov von dem A.N. Severtsov Institute of Ecology and Evolution Southwest Moscow herausgefunden hat, dass es bei den 30 - 35.000 Straßenhunden in Moskau 4 verschiedene Kategorien gibt - die 4. sind Wildhunde, die Menschen als gefährlich ansehen und scheu/vorsichtig sind und sich ausschließlich von Mäusen, Ratten, Katzen, Müll ernähren -, gibt es 6 unterschiedliche Wolfskategorien.

1. Wilder scheuer Wolf, den Menschen nicht zu Gesicht bekommen

                               

                                                                                    Italienische wilde Wölfe

2. Wilder Wolf, der sich auch mal Blicken lässt, wenn Menschen da sind

                                        Ca. 15 Monate junge Wölfin spielt mit 3-4 Monate alter Wölfin; wilde Alaska interior Wölfe.

                                                                                          

                                                                                                     Tundra Wolfspaar

                         

                          Teil eines bis zu 32 Wölfe starken Rudels von wilden Arctic Wölfen Nähe Eureka Wetter Station                                    

                                                                              

                                                                       Grizzly und Nanouk, Banff Nationalpark Kanada

                                                          Das Foto hat mir Peter A. Dettling zur Verfügung gestellt

Auf der Spur der Küstenwölfe: 45 min, Dokumentation, österreichische Biologin hat hautnahen Kontakt mit Kanadischen British Columbia Wölfen, die bis dato noch keine Menschen gesehen hatten. Mittlerweile weiß man aufgrund genetischer Untersuchungen von Bob Wayne und seinem Team, dass diese Wölfe die ältesten noch lebenden sind. Man fand bei ihnen 14 Haplotypes. Normaler Weise haben die nordamerikanischen aber auch die eurasischen Wölfe nur 5 haplotypes. Dazu gibt eine tolle Dokumentation mit unglaublichen Bildern, wie dicht die wilden Wölfe an das Team kommt: The Secret of the Coast Wolf von Canadian Geographic.

3. Wilder habituierter Wolf, der durchaus in Ortschaften geht, Müll frisst oder sich sogar anfüttern lässt

                                                                                                   Romeo, wilder Wolf in Alaska, der sehr freundlich war und zuletzt im Alter von 7 Jahren im Ort gesehen wurde. Er hatte unter den Hunden und Menschen "Freunde". Sie waren sein Ersatzrudel. Seit Sept. 2009 nicht mehr gesehen, leider wohl illegal geschossen.

                                                                             

Leider das ganze Gegenteil von Romeo, ein wilder kanadischer Wolf, der in einem Basiscamp mit 3 weiteren Wölfen sich von dem Müll der Arbeiter ernährte. Dieses Foto entstand im Nov. 2005  2 Tage, bevor diese 4 Wölfe den 22jährigen Studenten Kenton Carnegie töten und teilweise auffrassen. Es ist einer von nur 2 tödlichen Fällen in Nordamerika seit man Wolfsangriffe verfolgt.

4. Scheuer Gehegewolf

5. Gehegewolf mit der Flasche groß gezogen, Menschen gewöhnt

          

            8 jähriger British Columbia Wolf im Zoo groß geworden, nun privat gehalten. 5 jährige Alaskan Tundra Wölfin.

6. Filmwölfe, privat gehaltene Wölfe, die mit den Menschen im direkten Kontakt leben

          

                                                                         Alaskan interior wolvin and wolfdog

                                             

Nicole Wilde mit 2 Wölfen aus dem Wolfpark, die dort täglich Menschen in ihrem Gehege haben und agility können und vieles andere mehr

                

                         Eins hat er immer fest im Griff, egal in welcher Lebenslage, seinen Fotoapparat, Monty Sloan. Was hier      "gefährlich" aussieht, ist nichts anderes, als dass die Wölfe sich nicht einig sind, wer Monty zuerst grüßt und da kann                       man schon mal schnell umfallen und unter Wölfen "begraben" sein. Klasse Aufnahme aus dem wolfpark.

                                                 

                                         Marvellous carpathian wolvin Besi mit 3 TWHs und ihren Menschen beim Gassigehen.

                                                             Besi lives in the city in einem Reihenhaus and behaves like a dog

Loup - Der Junge und der Wolf, grandiose Naturaufnahmen u. unglaubliche Wolfsaufnahmen; 2 min clip v. französischem Spielfilm.

         

Hier ist der link zu Andrew aus Kanada, der die Wölfe für den Film trainiert hat. 2 davon sind übrigens die Brüder von Noomi Arthur und Wyatt, die die schwarzen Wölfe spielen. Bitte seht euch das "making of" an, indem ihr auf "instinct wolf show reel" klickt http://www.instinctforfilm.com/animal-show-reels

Es gibt einige Biologen, die die Wölfe in freier Wildbahn beobachten. L. Dave Mech tut das schon seit fast 50 Jahren. Er fliegt seit über 2 Jahrzehnten immer wieder im Sommer in den Norden Kanadas in die Arctic, um dort die Arctic Wölfe zu erforschen. Es gibt zahlreiches Foto und Filmmaterial, das zeigt, wie ihn die wilden Wölfe akzeptieren und ihn auch an ihre Welpen lassen. 

                        2 Wilde Arctics ca. 5 m entfernt                    4 wilde Arctic Welpen        

Arctic Wölfe wurden zu keiner Zeit bejagt, weshalb sich da nicht diese Vorsicht/Scheu genetisch entwickeln und verfestigen konnte. Schon in den 80er Jahren fand Mech raus, dass Wolfsrudel Familienverbände sind, die aus Vater und Mutter bestehen, sowie ihren Kindern, teilweise bis 4 Jahre alt. 1999 hat er es dann publiziert, dass es in der Natur in der Regel keinen Alpha Wolf gibt, wie heute leider immer noch erzählt wird. Jungwölfe wandern in der Regel mit 1 - 2 Jahr ab, wenn sie geschlechtsreif werden. Bei Arctic Wolfsrudeln konnte Mech beobachten, dass die Jungtiere teilweise bis zum 4ten Lebensjahr blieben, bevor sie abwanderten. Ian MacAlistar beobachtet dies bei den Raincoast Forest Wölfen in Bristish Columbia ebenfalls. Das ist aber ganz klar die Ausnahme.

Zur Verdeutlichung: Ein Jungwolf mit 1 Jahr ist etwa so alt wie ein 16/17 jähriges Kind. Wölfe sind weiter als Hunde. Ein Jungwolf mit knapp 2 Jahren entspricht einem Mitte bis Ende 20 jährigem "Kind". Wolfsfamilien sind uns Menschenfamilien absolut ähnlich. Während ein Realschüler mit 16 die Schule verlässt und seine Lehre anfängt, geht das andere Kind noch zur Universität und zieht dann von zu Hause aus. Es ist nahzu identisch, wie es die Wölfe tun. Deshalb befinden sich von durchschnittlich 6 Wolfswelpen, die eine Wolfsfamilie jährlich hat, auch maximal nur noch 2 im folgenden Jahr dabei und helfen bei der Aufzucht der neuen Welpen - der kleinen Geschwister. Die anderen Jährlinge tollen sich des Weges und suchen sich neue Partner in neuen Revieren.

Der Begriff Wolfsrudel ist eigentlich falsch, wenngleich der Begriff Rudel von den Wölfen geprägt wurde - weil er falsch angewandt wurde. Wolfsrudel sind Familien und deshalb keine Rudel sondern nur eine Familie! Eine Wolfsfamilie ist auch keine Söldnertruppe oder eine Gang, die los zieht, um Ärger zu machen. Wenn eine Wolfsfamilie jagen geht, dann weil die Eltern die Jungtiere an die Jagd ranführen. Die Jungwölfe haben mit etwa 5 Monaten bereits die Größe ihrer Eltern erreicht. Durch das viele Winterfell erscheinen sie für das menschliche Auge, als ob sie bereits erwachsen sind. Bis vor wenigen Jahren  dachten die Biologen, dass es sich eben um eine zusammen gewürfelte Gruppe/Truppe handelt und eben nicht um eine Familie mit Vater und Mutter und ihren Kindern. Die Eltern zeigen ihren Kindern, wie man Jagd. Wölfe lernen sehr gut durch Abgucken. Wölfe laufen auch nicht bis zu 100 oder mehr km in einer Nacht, weil sie Spass daran haben oder die genetische Disposition oder weil sie, wie viele Menschen abschalten oder sich selbst etwas beweisen wollen, sondern weil sie  nach Fressen suchen. Jeder von uns, der mit seinem Hund oder mit dem Mountain Bike durch die Wälder gefahren ist, weiß, dass nicht an jeder Ecke ein Reh bereit steht. Wenn man nun z.B. ein Deutsches Wolfsrevier nimmt, dann ist es etwa 20 km x 12,5 km groß. So ein Revier muss durchaus 7-8 Wolfsmäuler satt bekommen. Das bedeutet, dass die Wölfe in diesem Gebiet auf die Suche gehen. Aus diesem Grunde können es mal schnell 30 - 40 km in der Nacht sein, bis etwas gefangen haben.

Die Aussage, Wölfe fressen bis zu 10 kg Fleisch,  ist so auch sehr missverständlich. Das tun sie nur, wenn sie nur einmal in der Woche fressen würden. Ansonsten fressen sie genauso wie ein Hund großer Rasse je Tag 1 kg +- Fleisch oder 400 Gramm Trockenfutter - auch wie ein großer Hund. Sie sind da absolut vergleichbar mit großen Hunden. Versteht man das, wird man auch verstehen, dass Wölfe nicht viel anders als Hunde sind - nur viel scheuer, damit sie überleben können und damit auch viel ungefährlicher, weil sie sich deshalb von Menschen fern halten.

Verletzt sich ein Familienmitglied einer Familie, helfen die anderen dem Wolf, indem sie ihm Fressen überlassen oder die Wunde mit lecken. Dafür gibt es mittlerweile mehrere Aufnahmen von wilden Wölfen in der Natur. Zieht die Familie weiter und kommt ein Welpen nicht rechtzeitig hinterher, wartet einer der älteren Geschwister oder geht zurück und holt den Kleinen. Auch dafür gibt es wunderbare Aufnahmen von z.B. Sebastian Körner von den Deutschen Wölfen, wie Falco seinen kleinen Bruder einsammelt.

                                                                                           5,5 jährige Wölfin im Yellowstone Park

In Deutschland haben wir allein in Sachsen in der Lausitz Ende 2010 aktuell 55 Wölfe = 16 Erwachsene (8 x 2), 13 Jährlinge und 26 Welpen. Diese leben auf 50 km x 50 km = 2.500 qkm. In Sachsen-Anhalt lebt mindestens 1 Familie mit 8 Welpen. 5 Welpen aus dem Vorjahr laufen dort auch noch rum. Dann haben wir in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bayern, Hessen und Brandenburg noch Wölfe. Der Präsident des Landesumweltamtes Brandenbug Prof. Dr. Matthias Freude sprach Ende Februar 2010 in einer Pressemitteilung von bis zu 110 Wölfen, die in Deutschland wären, davon 25 in Brandenburg. Allein in der Lausitz und Sachsen-Anhalt sind mit C 1 Beweis (Genetisch und Foto) 34 Welpen in 2010 nachgewiesen worden. In Südniedersachsen im Reinhardswald geht man davon aus, dass dort auch ein Wurf Welpen zur Welt kam, da "Reinhard" sehr standortreu war im Sommer. Der Referatsleiter des Niedersächsischen Umweltministeriums Bernd Hoffmann hat vor laufenden Kameras von "Wolfsbeständen" in Niedersachsen gesprochen und mir in einem persönlichen Gespräch Ende Mai bestätigt, dass wir mindestens 5 Wölfe auf dem größten Truppenübungsplatz von Westeuropa Bergen/Munster haben. Das würde auch für Nachwuchs sprechen in diesem Jahr. Die Niedersächsischen Jägerschaft stellt gerade eine Biologen ein für das Monitoring. Der zuständige Minister hat die Zahl von 5 Wölfen mittlerweile Ende Oktober auch bestätigt. Wir können also davon ausgehen, dass wir gut 120/130 Wölfe in Deutschland haben.

Es liegt ein entscheidender Unterschied zwischen wilden Wölfen zu den Gehegewölfen. Diese können nicht abwandern. Deshalb kommt es immer wieder und vor allem in der sog. Ranzzeit zwischen Dezember und März zu heftigen Auseinandersetzungen. Wildparks und Zoos handeln unverantwortlich, wenn sie Geschwisterrudel halten oder mehr als ein Pärchen. Sollten Nachwuchs von einem Paar zur Welt kommen, müsste dieses im Alter von 1 bis 2 Jahren weggeben werden. Aber, wer nimmt erwachsene Jungwölfe? Keiner. Belässt man die Tiere bei den Eltern, wird es wie so oft zu tödlichen Auseinandersetzungen kommen, die Tierschutzrelevant sind. Leider herrscht bei den zuständigen Veterinärsämter überwiegend Unkenntnis von artgerechter Haltung von Wölfen in Gehegen. Im Moment ist der Wolf "in". In Deutschland gibt es knapp 800 Zoos, Tier- und Wildparks. Davon haben gut 120 Wölfe, wovon wiederum ungefähr 100 - 115 nur Grauwölfe halten. Inflationär!

Natürlich sind Wölfe wie wir Menschen Individuen. Es gibt die ganze Bandbreite von freundlich bis aggressiv. Gerade in den Tierparks, wo gezüchtet wird, sollte man darauf achten, ob die Elterntiere überhaupt "geeignet" sind. Denn aufgrund der falschen Haltung von Gehegewölfen wird das "RotkäppchenSyndrom" verfestigt. Denn wie soll ein unbedarfter Zoobesucher glauben, dass Wölfe nicht gefährlich sind, wenn sich hinter dem Rücken des Vortragenden Tierparkmitarbeiters die Wölfe wieder gegenseitig zusammen beißen? Kein Mensch glaubt das! Würden die Zoos artgerecht Wölfe halten, nämlich ausschließlich nur Paarweise, dann gebe es keine Kämpfe und Verletzungen, keine Aggression und dann würden die Besucher auch glauben können, dass wilde Wölfe nicht gefährlich sind.

Es erstaunt mich immer wieder, dass obwohl so viele Biologen seit vielen Jahrzehnten an dem Wolf forschen, nur ganz wenige wirklich wichtige Fakten herausgefunden und publiziert haben.

Wolf ist also nicht gleich Wolf. Bei vielen Gehege oder privat gehaltenen Wölfen hat längst eine Evolution zum Hund statt gefunden. Die Wissenschaftler machen allesamt einen entscheidenen Fehler, sie versuchen nicht mit Wölfen wie mit Hunden zu leben. Es gibt zwar 2 Projekte, die unter wissenschaftlicher Leitung in Ungarn und Österreich laufen, aber noch nicht in voller Konsequenz. Amerika ist uns in vielen Bereichen voraus. Dort schätzt man, dass es ca. 100.000 Wölfe in Privathaltung gibt (L. Dave Mech in Wolves 2003). Davon werden sehr viele als Botschafter mit in Schulen, Universitäten, Vorträge genommen und sie stehen dort ein ums andere Mal ihren "Hund"! Natürlich kann man das nicht mit einem wilden Wolf machen. Aber mit den Wölfen der Kategorie 5 und 6, wie oben benannt, ist das problemlos möglich.

Entscheidend ist aber, dass selbst nicht mit der Flasche groß gezogene Gehegewölfe weglaufen, wenn ein Unbekannter ins Gehege tritt. Wilde Wölfe würden erst recht fliehen! Es besteht also nicht im entferntesten ein Grund vor Wölfen Angst zu haben.

Ich hoffe, dass der ein oder andere nunmehr besser versteht, dass man nicht einfach sagen kann, jeder Wolf ist ein Wildtier. Nein, dass stimmt nicht. Täglich beweisen es ganz viele Menschen. Die Versuche, einen wilden Wolf aus der Natur zu zähmen, sind möglich. Prof. Dr. Iljin hat von 1923- 30 101 Wolfshunde der 1. - 4. Generation nach dem Wolf gezüchtet. Selbst F 1 und F 2 Tiere wurden als Schlittenhunde aber auch als Therapiehunde eingesetzt. Aber nicht nur das, er hat auch die Wölfe des Moskauer Zoos und sogar Welpen aber auch erwachsene Wildfänge mit den üblichen Kommandos wie für Hunde trainiert. Nichts desto trotz, sollte dies niemand versuchen, zumal Wölfe in Europa unter Artenschutz stehen. Auch der Rassegründer des Deutschen Schäferhundes Max von Stephanitz in seinem Buch "Der Deutsche Schäferhund" von 1921, 6. Auflage Wölfe als Wildhunde bezeichnet und von ihm bekannten Fällen berichtet, wo nicht nur wilde Wolfswelpen in der Stadt groß gezogen und problemlos gehalten werden konnten, sondern sogar erwachsene Wölfe gezähmt wurden und in den Großstädten mit all ihrem Lärm und Straßenbahnen problemlos gehalten werden konnten; Seite 11. Fotos in dem Buch zeugen davon, z.B. Seite 45, die einen Wolf und daneben liegend einen Schäferhund zeigt, beide angeleint und völlig entspannt: http://www.archive.org/stream/derdeutschesc00step#page/n7/mode/2up

           

          

Hier Beispiele, dass auch wilde in der Natur geborene Wildtiere für die Natur zu zahm sind und nicht wieder ausgewildert werden können, möchte man nicht ihr Leben gefährden. Derartige Wildtiere gehen in verantwortungsvolle Hände