Wolfshund 6 Jahre alt - Blue Jay Southern Breeze, Vater von Suri und Izzy aus 2011

Wolfshunde und Wolfsmischlinge sind keine Hybriden! Der Begriff Hybride ist historisch gewachsen. Er wird fälscherlicher Weise immer noch benutzt, obwohl der weltweit führende Caniden Genetiker Robert - Bob - Wayne von der University of California schon 1993 festgestellt hat, dass die DNS von Wolf und Hund zu 99,8 % gleich sind - http://www2.fiu.edu/~milesk/Genetics.htm , Molecular evolution of the dog family, Institute of Zoology, Zoological Society of London, 1993 june, 9 (6): 218 - 24. Seit dem heißt der Hund nicht mehr canis familiaris sondern canis lupus familiaris und ist damit eine Unterart des Grau Wolfs, canis lupus. Das Compact Oxford English Dictionary definiert einen "Hybriden" als den Nachwuchs von zwei Pflanzen oder Tieren von unterschiedlicher Art oder Sorte". Darum ist technisch gesehen ein Tier, das sowohl Wolf als auch Hund in seinen Ahnen hat kein Hybride oder Cross von zwei unterschiedlichen Arten, sondern einfach nur eine Mischung aus Individuen, die das Extreme in einer Art darstellen. Darum ist die korrekte Bezeichnung "Wolfshund". So auch J. Addams und A. Miller (Biologin und Wildtierwissenschaftler) in Between Dog and Wolf aus 2012. Die genetische Wissenschaft klärt auf und verändert die bisherige Biologie in rasanten Schritten.

Der Grauwolf ist die "Mutter" aller Wölfe und Hunde. Nachdem Robert Wayne "nur" nach der ungenaueren mtDNS Untersuchung bereits eine 99,8% Gleichheit von Wolf und Hund festgestellt hat, wurde endlich in 2010 von Abigail L. Sherain und Elaine A. Ostrander bestätigt, dass nach der viel genaueren KernDNS-Untersuchung, Wolf und Hund sogar nur 0,04 % unterschiedlich sind - http://www.plosbiology.org/article/info:doi/10.1371/journal.pbio.1000310 - anstatt der bisher benannten 0,2 %. Wie neueste genetische Untersuchungen aus 2010 von Bob Wayne und seinem Team ergeben haben, stammt der Hund von dem Wolf aus dem Nahen Osten ab. Dieser war und ist nicht so groß, weshalb man sowohl große als auch kleine Hunderassen aus ihm züchten konnte. Leider hat sich der Begriff "Hybride" nicht nur bei dem normalen Hundehalter sondern auch bei den sog. Fachleuten so eingeprägt. Es gibt allerdings immer mehr seriöse Fachleute, die aus den Hybriden "einfache" Wolfshunde gemacht haben, wie das Gutachten "The Keeping of Wolfdogs-Hybrids in Great Britain" von 2000, das auf Seite 5 bereits klarstellt, dass es keine Hybriden gibt, sondern nur Wolfshunde. Auf Basis dieses Gutachten wurden im Jahr 2009 in Großbritanien alle Wolfshunde ab der 3. Generation nach dem Wolf, den sog. F 3 Wolfshunden, Hunde. In den Niederlanden ist es ebenso. Eine gesonderte Haltungsgenehmigung ist fortan nicht mehr erforderlich. In Italien sind Wolfshunde ab F 2 genehmigungsfrei. In Finnland sind ab F 1 alle Wolfshunde erlaubt und genehmigungsfrei. Soviel zu Thema Vereinheitlichung in der EU...

                                               

                                                                                                        Wolfdog Dance

Ann Dresselhaus ist es gelungen aus den Wolfshunden eine eigene Rasse zu züchten, die "Alaskan Noble Companion Dogs". Sie hat mit ihren Tieren nicht nur die amerikanischen Begleithundeprüfung CGC - Caninan Good Citizens - des AKC - dem amerikanischen VDH - bestanden, sondern auch Schutzhundprüfungen und sie setzt sie sogar als Hirtenhunde ein. Einige ihre Hunde sind auch als Therapy Hunde zertifiziert. Ann ist zertifizierte Hundetrainerin und hat 14 AKC CGC Titel mit wolfsähnlichen Tieren erfolgreich bestanden. Sie selbst ist ebenfalls AKC CGC Tester und macht gerade ihren Doktor in Genetiks. Bei ihrer Zucht achtet sie insbesondere darauf, dass die Hunde offen, freundlich und nicht aggressiv sind. Bei den Tieren von Ann handelt es sich um Großtanten und Tanten von Noomi.

           

Der wohl renomierteste Biologe im Bereich Wolfs- und Wolfshundverhalten Prof. Dr. Raymond Pierottie von der University of Kansas hat wissenschaftlich nachgewiesen, dass bei selektiver Zucht Wolfshunde ab der 3. Generation nach dem Wolf Hunde sind. Er hat in über 35 Jahren mit über 100 Wolfshunden gearbeitet, mit mehr als 36 Wölfen und tausenden von Hunden. Sein Ergebnis ist, von Wölfen oder Wolfshunden ist er kein einziges Mal attackiert, gebissen oder verletzt worden, von Hunden dagegen oft.

Wolfshunde sind nichts anderes als Hunde. Im Moment muss man deshalb auch sagen, dass es deswegen den Genetikern um Bob Wayne von der University California nicht gelingt, einen Gentest zu finden, aus dem man ersehen könnte, wieviel "Wolfsanteil" in einem Wolfshund ist; das bedeutet, in welcher Generation nach dem Wolf der Wolfshund ist und wieviel Wolfsblut (Wolfsprozente) er hat. Vielmehr hat Bob Wayne und sein Team gerade - April 2010 - rausgefunden, dass genetisch sogar in den alten mehr als 500 Jahren alten Hunderassen wie z.B. Basenji, Saluki, Malamute, Siberian Husky, Chow Chow noch Wolfsgene nachzuweisen sind. Das verdeutlicht, dass eine Klassifizierung schier unmöglich erscheint.

                                                                               

Dieses Tier ist 100 % ein Hund! Prof. Dr. Raymond Pierotti hat das vor Gericht in den USA als Gutachter festgestellt. Der beschlagnahmte Hund kam zu seiner Familie zurück. Die drei Fotos hat er mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Auch der einzige echte Wolfsmensch weltweit, Werner Freund, der mit vielen Rudeln in mehr als 30 Jahren direkt Tag und Nacht gelebt hat - "Ich bin zum Wolf geworden" -, hat schon 1988 in seinem Buch "Der Wolfsmensch" festgehalten, dass Wölfe und Kreuzungstiere aus Wolf und Hund - sog. F 1 Wolfshunde - Menschen nicht attackieren oder gar zum Beißen trainiert werden können. Diese Tiere ziehen sich immer zurück. Gleiche Feststellungen haben diverse Hundetrainer in den USA und Kanada gemacht, die derartige Tiere trainiert haben. Wobei sie alle betonen, dass das Training mühselig ist und die Tiere eher nicht tranierbar sind. Das liegt auf der Hand, sie sehen darin keinen Sinn. Wölfe und Wolfshunde sind Alleskönner. Jeder speziell gezüchtete Hund ist besser in seiner Diziplin, als ein Wolf oder Wolfshund.

Wolfshunde beißen im Gegensatz zu Hunden auch nur halb so oft zu, wie mehrere Beißstatistiken nachgewiesen haben. Dabei handelt es sich zu 90 % um Angriffe auf Kinder, was ihrem stärkeren Beutetrieb geschuldet ist. Da aber Kinder zu keiner Zeit mit Hunden allein sein dürfen, wäre dies auch noch auf Null zu bringen. Hunde dagegen beißen geradezu gleich verteilt Erwachsene und Kinder. Wolfshunde weichen eher zurück, als dass sie nach vorne gehen.

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                                                                           Wolfshund 6 Jahre alt, von wegen Beutegreifer

Menschen, die mit Wolfshunden nicht klar kommen, kommen überwiegend auch nicht mit Hunden klar.

Wolfshunde sind auch nicht unberechenbar, wie immer wieder behauptet wird. Das ist eine Erfindung der Medien. Sie sind nur für Menschen unberechenbar, die sich mit Hundeverhalten nicht auskennen. Dr. Stephanie Porter hat dazu sehr deutliche Feststellungen getroffen in Ihrer Stellungnahme.

In Nordamerkia gibt es ca. 700.000 Wolfshunde. Etwa 20.000 befinden sich in Auffangstationen. Im Verhältnis sind dies weniger als Hunde, denn von den 78 Millionen sitzen 4,5 Millionen in Tierheimen. Weltweit gibt es ca. 5.000 Tschechoslowakische Wolfshunde, in Deutschland etwa 600. Saarloos Wolfshunde als weitere anerkannte Hunderasse gibt es vielleicht 1.500 weltweit.

             

                               Wolfshündin Maya, 8 Jahre alt, lebt in der Auffangstation www.wolfconnection.org  USA

Hier abschließend 2 Video Clips von Wolfshunden in den USA, die wie nette einfache Hunde sind:

http://www.youtube.com/watch?v=fgBc6ulcnnY&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=oOiyAJPFHR4&feature=related

Wie aus Wölfen Hunde werden, wird in dem 10 Minuten Clip vergleichsweise verdeutlicht, in dem das Projekt auf einer Fuchsfell-farm aus Silber Füchsen zahme Haustiere zu domestizieren, sehr schön gezeigt wird. Der Biologe Dr. Belyaev hat 1956 damit begonnen, die Füchse auf Zahmheit und Freundlichkeit zu züchten: Bitte das Foto anklicken.

Er hat immer wieder nur die zahmen Tiere miteinander verpaart. Neuere Tests haben ergeben, dass die zahmen Füchse weniger Adrenalin ausschütten und deshalb sowohl weniger aggressiv als auch ängstlich sind. In der Folge wurde weiter festgestellt, dass nicht nur dieses Gen verändert wurde, sondern dass Gene zusammen hängend - wie ein Orchester - und mit der Veränderung von einem Gen, weitere Veränderungen erfolgen. Bei den Silber Füchsen heißt das konkret, dass sie ab der 10. Generation auch massive optische Veränderungen auswiesen, wie kurzer Schwanz, Kringel Schwanz. weiß geschecktes  Fell, Schlappohren, aber immer zahm! Mehr Infos auf den beiden websiten:

http://www.bionet.nsc.ru/booklet/Engl/EnglLabaratories/LabEvolutionaryGeneticsAnimalsEngl.html und

http://www.sibfox.com

Auf diese Art und Weise sind z.B. ab 1950 in den USA in der Gabe Davidson Fur Farm (und woanders) Wölfe gezüchtet worden. Dies wurde anders als in Sibirien nicht wissenschaftlich begleitet, jedoch sind die Ergebnisse absolut vergleichbar. Deshalb gibt es aus dieser Zuchtlinie auch heute noch, sehr wölfisch aussehende Wolfshunde; wie Nuno z.B.

Die jeweiligen erwähnten wissenschaftlichen Untersuchungen finden Sie in der Literaturliste. Sie sind überwiegend in englisch.

         

               Wolfshunde, die Wölfe spielen; man beachte das "Kissen" des Schauspielers; Noomi´s Bruder Wyatt in "Le loup"        

Mehr Informationen in Facebook - dort in den Dokumenten und Fotos - in der Amerikanische Wolfshunde Gruppe    

Rechtslage für die Haltung von Wolfshunden (gemeint sind hier F 1 bis F 4 Tiere) in Deutschland:

F-Generation meint die Generation, die ein Wolfshund hinter dem Wolf ist. Wird ein Wolf mit einem Hund verpaart, ist die 1. Generation ein F 1. Wird ein F 1 mit einem F 1 oder F 2 oder nur Hund verpaart, ist es ein F 2 usw. Ob sich ein Tier wölfischer oder eher hundlicher verhält, hängt davon ab, ob mehr Wolfsgene oder mehr Hundegene weiter gegeben werden. Es hat überhaupt nichts mit der Filialgeneration oder den "Wolfsprozenten bzw. -anteil" zu tun, ob ein Wolfshund sich wölfischer oder hundlicher verhält! Das haben gerne immer wieder die "Wolfsgenetiker" gesagt. Aber nach meinen eigenen Erkenntnissen, die von allen namhaften Wolfs- und Wolfshundehaltern und Züchtern gestützt wird, stimmt das nicht. Nachdem ich nun mit Tieren von F 1 bis F 4 täglich zu tun habe, sieht es eher so aus, dass das Zusammenspiel von F - Generation und "Wolfsprozente" den Wolfshund ausmachen. D.h. ein F 1 high Content (85 % +) ist ähnlich wie ein Wolf. F 2 um die 80 % steht für sich und F 3 75 % bis F 5 40 % sind ähnlich zu bewerten und für Laien nur noch als "Hunde" wahrzunehmen. Es gibt unter den Züchtern eine einfache Regel, in jedem Wurf von midcontent bis zum Wolfswurf sind nur 1-2 "Hunde". Von daher ist die nachfolgend erwähnte EG-VO letztlich für Zuchttiere völlig unbedeutend, weil sie die eigentlichen Tatsachen nicht erfassen. Es gibt auch Wölfe, die sich freundlich und zurückhaltend wie ein netter "Hund" verhalten. Andererseits kann man nicht aus zurückhaltendem Verhalten schließen, dass das den Wolfsgenen geschuldet ist, weil bekanntlich auch "normale" Hunde sich durchaus scheu und zurückhaltend verhalten.

Grundlage in allen Staaten der Europäischen Union ist die EG-VO 750/2013 vom 29.07.2013; erstmals EG-VO 338/1997. Im Anhang zu den Anhängen A, B, C u. D heißt es in Ziffer 11, einer Naturschutzrechtlichen EU-Richtlinie:

"Hybride können unter der Voraussetzung in die Anhänge aufgenommen werden, dass sie in der freien Natur unterscheidbare und stabile Populationen bilden. Hybride Tiere, bei denen in den vier vorhergehenden Generationen in direkter Linie ein oder mehrere Exemplare einer Art des Anhangs A (u.a. der Wolf) oder B vorkommen, fallen wie reine Arten unter die Verordnung, auch wenn die betreffende Hybridenart nicht ausdrücklich in den Anhägen aufgeführt ist."

In Deutschland sind die §§ 44, 69, 71 BundesNaturschutzGesetz, die auf die Richtlinie verweisen einschlägig. § 71 mit einer Strafbarkeit und § 69 als Ordnungswidrigkeit.

Bedauerlicher Weise lesen viele Biologen und Behördenmitarbeiter diese Richtlinie nicht komplett. Es wird in der Regel nur Satz 2 zitiert. Dabei muss man hier zwingend Satz 1 als Voraussetzung für Satz 2 mitlesen - der Verfasser ist Volljurist -. Und dort wird ganz klar zweierlei festgelegt, es muss sich um 1. Tiere in freier Natur handeln und 2. müssen davon schon viele nämlich eine stabile(!) Anzahl vorhanden sein. Das trifft in Deutschland nicht mal für Wölfe zu, dass wir eine stabile Population haben. Bei 500 Einzelindividuen könnte man darüber nachdenken, aber eigentlich erst bei rund 800 bis 1.000 Wölfen wäre eine stabile Population gegeben. Für Wolfshunde (Hybriden) trifft dies bekanntlich schon gar nicht zu. - Es gab 2003/2004 in der Natur in Ostdeutschland mal 9 F 1 Welpen aus der Deckung eines Deutschen Schäferhundes mit einer wilden Wölfin, die aber allesamt verstorben sind - illegal geschossen und 2 sind gefangen und falsch gehalten worden neben Gehege Wölfen im Bayrischen Wald, die sie durch den Zaun so schwer verletzt haben, dass sie eingeschläfert werden mussten. - Satz 2 der Ziffer 10 erwähnt logischer Weise nicht erneut, dass es um "freilebende" Hybride Tiere geht, denn das ergibt sich aus Satz 1. Es sollen nur hybride Tiere, die eben keine stabile Population in der Natur bilden, aber eben auch sehr selten sind, ebenfalls von dem Schutz der EG-VO umfasst sein ohne, dass sie extra in den Anhang aufgenommen werden müssen, weil man stelle sich mal vor, wenn jedes einzelne Tier dort aufgenommen werden würde, wie lang dann die Verordnung werden würde, die ohnehin so schon sehr lang und unübersichtlich ist! Die Wolfshunde, um die es hier geht, sind allesamt in Gefangenschaft und nicht in "freier Natur" gezüchtet worden. Von daher allein schon gilt diese Verordnung nicht für Wolfshunde, die privat gehalten werden. Denn von diesen Tieren gibt es wiederum so viele Tiere, dass sie ganz sicher nicht vom Artenschutz geschützt werden müssen. Das wird hier total verkannt von den Menschen, die glauben, dass die EG-VO auch Tiere in privaten Haushalten schützen sollen. Dazu kommt noch, dass mit wilden Wölfen keine Zucht betrieben wird! Es handelt sich ausschließlich um in speziellen Tierparks oder Zoos gezüchteten Wölfe. Diese Wölfe sind bekanntlich nicht mehr mit wilden Wölfen vergleichbar. Die Untersuchung von über 150 Wolfsschädeln im Vergleich von freilebenden Wölfen und Zoowölfen hat eindrucksvoll belegt, dass dort eine Evolution statt gefunden hat, weil Zoowölfe eben nicht mehr ihre Kiefer für Knochenbrechen pp. einsetzen müssen. Die Untersuchung datiert aus 1975 und wurde von Peter Suminski durchgeführt.

Das BundesNaturSchutzGesetz ist neu aus 2010. In den 3 wichtigsten Kommentierungen dazu aus 2011 wird meine Rechtsauffassung vertreten. Für alle Nichtjuristen, Professoren und Ministrialrat kommentieren Gesetze, sie legen sie aus, damit alle wissen was gemeint ist. Hier die wichtigsten Aussagen als Zitate z.B. Minsterialrat Dr. Stefan Lütkes, Prof. Dr. Wolfgang Ewer:

"Geschütztes Rechtsgut sind als Teil der Umwelt(!) die wild lebenden Tier- und Pflanzenarten in ihrer natürlichen und historisch gewachsenen Vielfalt." 

Und zur Klarstellung, dass es Unterschiede zwischen wild lebenden "Hybriden" und gezüchteten gibt, betonen die Professoren Dr. iur Walter Frenz und Hans-Jürgen Müggenborg in § 71 Rn 9:

"Nur Exemplare, die ausschließlich vom Menschen gezüchtet oder angebaut werden, sind keine wild lebenden Exemplare und damit keine tauglichen Objekte einer Straftat nach § 71."

 Im Ergebnis gibt es also keine Rechtsgrundlage, um Wolfshunde der 1. bis 4. Generation in Deutschland zu verbieten.

Wolfshunde stehen erfreulicher Weise auf keiner sog. Rassehundliste der Hundegesetze der einzelnen Bundesländer. Wolfshunde stehen auch in keiner sog. Gefahrtierverordnung, wie z.B. in Niedersachsen, wo allerdings die Haltung von einem Wolf genehmigungspflichtig ist. In Nordrhein-Westfalen ist die private Haltung eines Wolfes jedoch z.B. erlaubt, ohne eine besondere Genehmigung mangels entsprechender Gefahrtierverordnung.

Aber die Vollzugshinweise zum Artenschutz vom 04.06.2007, Stand 19.11.2011 weist auf Seite 26 ausdrücklich darauf hin, dass die Artenschutzbestimmungen nicht für domestizierte Tiere gelten! Da geht es allein schon um das Aussehen und/oder Verhalten der Tiere, hier Wolfshunde. Schaut man sich z.B. Noomi genau an, dann wird man deutliche Unterschiede zu den wilden Wölfen sehen. Aber selbst wenn man das nicht tut, so zeigt ihr Verhalten, dass sie ein domestiziertes Tier ist. Sie schläft am liebsten auf dem Sofa oder in meinem Bett

            

und sie läuft wunderbar am Fahrrad neben mir mit durchhängender Leine an der Bundesstraße, wo in nur 1,50 m neben uns Lkws mit 80 km/h lautstark an uns vorbei fahren können, ohne dass es sie interessiert.

Und das gilt auch für alle mir bekannten Wolfshunde in Europa. Es spielt also letztlich nicht mal eine Rolle, ob ein Tier F 1 ist oder nicht. Denn auch ein solches Tier kann domestiziert sein.

Für alle, die wirklich wissen wollen, was Hybriden sind, hier ist die Antwort:

http://www.welt.de/lifestyle/article1860986/Bitte_was_sind_F1_Hybriden.html

Und wer wirklich wissen möchte, wie die Amerikanischen Wolfshunde gezüchtet werden und was die wissenschaftlichen Forscher dazu rausgefunden haben, sollte auf dieser amerikanischen Wolfs-/Wolfshundevereinsseite mit allen ihren tollen links nachlesen:

Of Wolves and Dogs: Dispelling the Myths

http://www.floridalupine.org/publications/Of_Wolves_and_Dogs.htm

Und zum Abschluss eine Denksportaufgabe! Wolf, Wolfshund oder Hund?

           

                                      3 jährige TWH-Malamute-Mix-Hündin. Also, wer auf einen Hund getippt hat, lag richtig!